Mit dem Auto, Kanu und Zug gen Indian Summer: In Ontario auf allen Wegen ins Farbenmeer eintauchen

31. August 2012

Von Mitte September bis Mitte Oktober erstrahlt Ontario, die zweitgrößte Provinz Kanadas, in orange-rötlichem Glanz und verzaubert Besucher, Künstler und Einheimische mit der intensiven Farbpracht des Indian Summer. Die Regionen rund um die kanadische Hauptstadt Ottawa, das Feriengebiet Muskoka, Haliburton, Kingston mit den 1.000 Islands, die 30.000 Islands in der Georgian Bay sowie der Algonquin und Killarney Provincial Park locken Naturfans, die eindrucksvolle Laubfärbung mit dem Auto oder Camper, im Kanu oder als Zugpassagier zu erkunden und zu bestaunen. Spezielle „Indian Summer“ – Pakete werden von den großen Veranstaltern z.B. als Selbstfahrertouren angeboten.

Alle Wege und vor allem alle denkbaren Verkehrsmittel führen zu Ontarios Indian Summer Naturspektakel. Mit dem Auto oder einem Camper erreichen Besucher von Toronto aus in rund 3,5 Stunden direkt das Herzstück der Laubverfärbung, den Algonquin Provincial Park. Auf den endlos scheinenden Straßen, die durch den Park führen oder mit dem Kanu von einem der unzähligen Seen, lässt sich das Farbenmeer besonders gut – auch fotografisch – erfassen. Für alle die, die sich vollends auf Gold-, Orange-, Rot- und Gelbtöne konzentrieren möchten, bietet sich eine Fahrt in der Georgian Bay Region mit der Island Queen von Perry Sound (www.island-queen.com), mit der Miss Midland (www.midlandtours.com) oder der Georgian Queen (www.georgianbaycruises.com) von Penetanguishene aus an.

Die R.M.S. Segwun (www.segwun.com), die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum feiert und das älteste, noch betriebene Dampfschiff Nordamerikas ist, lädt zu Touren auf dem von prachtvollen Cottages gesäumten Lake Muskoka ein. Die 1.000 Island Cruises (www.1000islandcruises.on.ca), die Rockport Cruises (www.rockportcruises.com) und die Gananoque Boat Line (www.ganboatline.com), die den St. Lawrence River befahren, eröffnen ebenso spektakuläre Ausblicke auf kleine Privatinseln, malerische Ferienhäuser und die Laubfärbung. Besonders große Fensterfronten bieten die Züge der Algoma Central Railway (www.agawacanyontourtrain.com), die eine Fahrt in einen wahren Zauberwald, den Agawa Canyon Park, versprechen. Nur ein paar Meilen vom Agawa Canyon Park und Sault Ste. Marie entfernt, liegt der Lake Superior Provincial Park, dessen abwechslungsreiche Kulisse im Herbst ebenfalls mit magischem Farbspektakel fasziniert und beim Wandern und Kanufahren zum Tagträumen verführt.

Bereits die “Group of Seven”, eine kanadische Künstlervereinigung inspiriert durch den Ranger und Maler Tom Thomson, hat die Schönheit der Natur Ontarios in den 1920er Jahren im Bild festgehalten. Die Gruppe schuf damit nicht nur eine neue, charakteristische kanadische Kunst, sondern zollte der einzigartigen Landschaft – vor allem im Algonquin und Killarney Provincial Park – nachhaltig Tribut. Die Kunstwerke sind z.B. in der Art Gallery of Ontario (AGO/Toronto), in der McMichael Canadian Art Collection (Kleinburg) oder in der National Gallery of Canada (Ottawa) ausgestellt.

Aktivurlaub in Alberta: Die westkanadische Provinz bietet Vielfalt und Abenteuer für Outdoorbegeisterte und Naturliebhaber

25. August 2012

Wer Natur liebt und gerne aktiv ist, findet in der westkanadischen Provinz Alberta ein El Dorado: Wandern, Bergsteigen, Reiten, Rafting, Kanu- und Kajak fahren, Fahrrad-Touren oder Tiere in freier Wildbahn beobachten. Am besten lassen sich Aktivitäten und grandiose Landschaften auf einer Rundreise miteinander verbinden. Aber nicht nur eine Tour mit dem Wohnmobil verspricht das Gefühl von Freiheit und Einssein mit der Natur, auch die vielen komfortablen bis luxuriösen Lodges und Blockhütten sind durch ihre Lage an einsamen Seen und in dichten Wäldern Teil des Erlebnisses Alberta. Bei nur fünf Einwohnern pro Quadratkilometer bleibt richtig viel Raum zum Erholen, Entdecken und Erleben.

Wandern
Das umfassende Parksystem bietet Alberta-Reisenden mit über 4.000 Kilometern an Wanderwegen zahlreiche Möglichkeiten, die Schönheiten dieser Provinz inmitten der Rocky Mountains zu erlaufen. Wer nebenbei noch mehr über Flora und Fauna lernen oder sich in die Reviere der Grizzlybären wagen möchte, sollte sich einem sogenannten Mountain Guide anschließen. White Mountain Adventures bieten ein dreitägiges Wanderprogramm entlang der kontinentalen Wasserscheide an. Die Tour führt auf dem höchsten Gebirgsgrat der Rocky Mountains entlang in die ungewöhnlichsten hochalpinen Gebiete der Gegend im Banff National Park. www.whitemountainadventures.com

Helikopter-Wandern, -Sightseeing und -Yoga
Aus der Vogelperspektive lernen Urlauber die Kandischen Rocky Mountains bei einem Helikopter-Rundflug kennen. Auch mehrtägige Helikopter-Wanderungen (Heli-Hiking-Touren) werden abgeboten und führen in die einsamsten und schönsten Gegenden und versprechen Endorphine für Körper und Geist. Und wer in freier und unberührter Natur meditieren möchte, bucht einen Heli-Yogakurs. www.kheli.com, www.alpinehelicopter.com

Wildwasser-Rafting
Gleichgültig ob blutiger Anfänger oder Wildwasser-Freak – in Alberta locken jede Menge Stromschnellen und reißende Wasserwege von ganz gemütlich bis wild tosend. Die Flüsse Highwood, Kananaskis, Red Deer und Athabasca bieten Rafting-Erlebnisse für jeden Geschicklichkeitsgrad. Der Kananaskis River eignet sich besonders gut für Anfänger und Familien, und der Bow River bietet einen guten Querschnitt fast aller Niveaus: In Calgary plätschert er gemächlich dahin, doch im Horseshoe Canyon in den Kanadischen Rockies zeigt er sich von seiner wilden Seite. www.rafting.ca, www.albertawhitewater.ca

Unterwegs mit Kanu und Kajak
Die Provinz Alberta bietet jedem Aktivurlauber ein intensives Erleben der Natur, wenn man auf Kanu- und Kajakfahrten der faszinierenden Flora und Fauna begegnet. Die Sehnsucht nach Weite und Abenteuer wird hier gestillt. Ein Kanutrip auf dem Milk River führt durch die Badlands zum Writing-on-Stone Provincial Park, in dem Nordamerikas größter Bestand an altertümlichen, mystischen Petroglyphen zu sehen ist. Oder soll es lieber eine Paddeltour auf dem Lower Red Deer River zum Dinosaur Provincial Park sein? Hier werden auch geführte Wanderungen durch natürliche Fossilienlagerstätten angeboten. www.paddlealberta.org

Radfahren
Die einzigartige Landschaft Albertas lässt sich sowohl auf Straßen und befestigten Radwegen durch die bekannten Parks als auch auf abenteuerlichen Offroad-Wegen durch weniger erschlossenes Terrain erkunden. Ein gut ausgestattetes Fahrrad ist hierfür zweifelsohne das ideale Fortbewegungsmittel. Radwege für die unterschiedlichsten Ansprüche – vom Anfänger bis zum Profi-Mountainbiker – gibt es zum Beispiel im Kananaskis Country, einer rund 4.000 Quadratkilometer großen Region südwestlich von Calgary. www.tourismcanmore.com

Reiten
Auf unbefestigten Wegen, aber etwas gemächlicher, lässt sich Alberta mit dem Pferd entdecken. Ob ein kurzer Ausritt, eine ein- oder mehrtägige Tour oder Urlaub auf der Ranch – Alberta ist die Heimat von Freiheit und Abenteuer, Cowboys und Wild-West-Romantik. In der Provinz gibt es über 35 Guest Ranches, die Urlaubern Unterkunft und das Kennenlernen des Ranch-Alltags garantieren. Das Angebot reicht dabei von geschichtsträchtigen alten Gebäuden bis hin zu modern ausgestatteten Unterkünften. Eine aktivere Variante ist ein Aufenthalt auf einer Working Ranch, wo es erwünscht ist, den Cowboys bei der täglichen Arbeit zu helfen. Eine Übersicht der Ranches in Alberta ist unter www.albertacountryvacation.com abrufbar.

Weitere Informationen: http://www.TravelAlberta.com

Goldrausch-Tage im Zoo Hannover

25. August 2012

Seit Mai 2010 operiert der Erlebniszoo Hannover äußerst erfolgreich die kanadische Themenwelt „Yukon Bay“. Das attraktive Exponat, das neben der nordkanadischen Tierwelt auch viel über die Geschichte des größten Goldrauschs aller Zeiten vermittelt, feiert vom 30. August bis zum 2. September 2012 die traditionellen Goldrauschtage. In dieser Zeit gibt es für Zoo-Besucher unter anderem ein wertvolles Goldnugget aus dem Klondike zu gewinnen.

Höhepunkte der Goldrauschtage sind am 31. August die Enthüllung zweier Totempfähle des indianischen Schnitzkünstlers Keith Wolf Smarch (Carcross/Yukon) durch den Tourismusminister des Territoriums, Mike Nixon sowie ein großer kanadischer Abend mit kanadischem Essen, originalem Yukon Bier sowie jede Menge Unterhaltung, vom Linedance über Cancan, Goldwaschen, Hufeisen- und Lasso-Werfen bis hin zum adrenalinhaltigen Bullriding.

Weitere Informationen über die Goldrauschtage bekommen Sie hier.

Kanada: Neuer Nationalpark in den Northwest Territories - Nááts’ihch’oh National Park Reserve wurde offiziell ernannt

25. August 2012

Die Northwest Territories sind um einen Nationalpark reicher. Der kanadische Premierminister Stephen Harper deklarierte das Nááts’ihch’oh National Park Reserve am 22.08.2012 offiziell zum schützenswerten Ökosystem.

Der Nááts’ihch’oh National Park (sprich: „Naats-each-choh“) trägt zur Aufklärung über die Natur, die Geschichte sowie die Kultur der Northwest Territories bei. Vielen Besuchern, die Kanadas nördliche Wildnis entdecken möchten, wird er als Ausgangpunkt der Reise dienen und bietet dabei zahlreiche Möglichkeiten für außergewöhnliche Outdoor-Abenteuer.

Mit dem South Nahanni River befindet sich einer der größten wilden Flüsse des Planeten auf dem Gebiet des Parks. Dieser ist als einer der besten Kajak-Reviere der Welt bekannt. Bei Wanderungen und Klettertouren haben Besucher die Gelegenheit, die spektakuläre Landschaft des Oberlaufs des South Nahanni River zu erkunden.

Der Park dient dem Schutz zahlreicher Tierarten wie Grizzlybären oder Karibus. Mit dem Nááth’ihch’oh Mountain befindet sich darüber hinaus eine wichtige religiöse Stätte der ansässigen First Nations auf seinem Areal und gibt ihm dadurch eine spirituelle Bedeutung.

Der 4.850 km² große Nááts’ihch’oh National Park grenzt direkt an den Nahanni National Park, welcher erst im Jahr 2009 signifikant vergrößert worden war. Zusammen schützen die beiden Parks rund 86% des gesamten Wassereinzugsgebiets des South Nahanni River.

Mit dem neuen Nááts’ihch’oh National Park zählt Kanada nun insgesamt 44 Nationalparks, die zusammen eine Fläche von der Hälfte Albertas ausmachen, sowie 167 National Historic Sites und vier National Marine Conservation Areas.

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