Lunenburg: UNESCO-Welterbe in Nova Scotia - Auf den Spuren deutscher Einwanderer

02. August 2011

Der Flughafen von Halifax ist für die meisten europäischen Besucher das Eingangstor in die kanadische Atlantikprovinz Nova Scotia. Neben Halifax, dem malerischen Fischerdörfchen  Peggy´s Cove mit dem wohl meistfotografierten Leuchtturms Kanadas und den Highlands von Cape Breton ist die UNESCO Welterbestadt Lunenburg beliebtestes Ziel der Touristen. Während die Namen Halifax und Cape Breton sofort auf die beiden früheren Kolonialmächte England und Frankreich verweisen, klingt Lunenburg irgendwie deutsch. Und richtig: Lunenburg geht auf die Ansiedlung vorwiegend deutschsprachiger Einwanderer durch die Briten zurück, obwohl sie nicht aus Lüneburg stammten, wie man vielleicht vermuten könnte. Der Name wurde zu Ehren von George II., König von Großbritannien, gewählt, der dem Haus Hannover entstammte und gleichzeitig Herzog zu Braunschweig und Lüneburg war.

Die Europäer waren natürlich nicht die ersten Siedler der Gegend. Das waren die Mikmaq, die seit ewigen Zeiten dort von der Jagd und vom Fischfang lebten. Mit den aus Frankreich stammenden Siedlern, den „Acadiens“, hatten sie sich arrangiert. Das Zusammenleben verlief wohl relativ problemlos, was sich jedoch änderte, als die Briten die Herrschaft in „L'Acadie“ übernahmen. Die ersten Besiedlungsversuche der Briten in Nova Scotia waren nicht so erfolgreich wie gewünscht, sodass man sich auf deutsche und Schweizer Protestanten besann, denen man mehr Ausdauer, Fleiß und Engagement zutraute als den aus den englischen Elendsquartieren und Gefängnissen rekrutierten Ansiedlern des ersten Versuches.

Viele Wege führen nach Lunenburg. Der schnellste aber von Halifax über den Highway 103. Am Exit 11 verlässt man den Highway und fährt Richtung Meer, das immer mal wieder zwischen den bewirtschafteten Hügeln in der Sonne aufblitzt. Nach 15 Minuten erreicht man Lunenburg und entdeckt gleich hinter der ersten Kreuzung ein aus Deutschland wohlbekanntes Bauobjekt – ein Stück der Berliner Mauer. Eine historische Reminiszenz an eine geteilte Welt, aber sicher kein Erinnerungsstück an deutsche Ursprünge in Lunenburg.

Mehr zu Lunenburg in einem Beitrag von Wolfgang Opel in der kommenden Ausgabe 4/2011 von 360° Kanada.

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