Die zehn besten Ziplines und Klettersteige Kanadas für atemberaubende Outdoor-Erlebnisse

17. April 2019

WildPlay MistRider Tipline to the Falls Niagara Falls Credit: Monika Retschy

So geht abhängen auf kanadisch: Tief durchatmen und abspringen, dann entspannt und staunend fliegen. Über Canyons, tosende Wasserfälle und endlose Wälder. Wer gern den Bodenkontakt behält, der erklimmt Berge nah an der Vertikalen und über schwankenden Hängebrücken, umgeben von großartiger Natur. Was nach dem Adrenalinrausch bleibt, sind unvergessliche Eindrücke. Denn Kanadas Seilrutschen und Klettersteige, auch Via Ferratas genannt, liegen in den spektakulärsten Landschaften des Landes.

 

1. Die Längste
Zwei Kilometer Spannweite, eine Höhe von bis zu 180 Metern und bis zu 130 Kilometer die Stunde schnell: Der Sasquatch in Whistler, British Columbia, ist die Nummer eins der kanadischen Seilrutschen. Vom Whistler Mountain schweben Zipliner über das Fitzsimmons Valley zum Blackcomb Mountain und genießen dabei die grandiose Bergwelt. Auch die Chancen, einen der rund 60 dort lebenden Schwarzbären zu erspähen, stehen nicht schlecht.
 
2. Die Olympische
Wie ein Skispringer abheben und in ein Skistadion fliegen, das können Mutige im Calgary Olympic Park, Alberta. Die von der 90 Meter hohen olympischen Sprungschanze talwärts gespannte Seilrutsche ist 510 Meter lang, über 100 Stundenkilometer schnell und segelt durch den gleichen Luftraum, durch den einst Matti Nykänen zu seiner Goldmedaille und Eddie the Eagle in die Klatschspalten rasten. Danach erklärt sich der Name „Monster“ von selbst.

3. Durch den Wald und über die Fälle
An hohen Bäumen vorbei und über die Gischt eines Wasserfalls zu rasen, lässt das Adrenalin noch ein wenig schneller durch die Adern schießen.  Dabei heißt diese von Treetop Flyers in Chase, British Columbia, angebotene Tour ganz unverfänglich „Canyon Zipline Tour“. Wie schroff der zerklüftete Chase Canyon und wie eng die Schneise ist, durch die Adrenalin-Junkies zu Tale rasen, lässt sich erst im letzten Augenblick vor dem Absprung erkennen.

4. Aus der Eichhörnchen-Perspektive
Was für ein Tag! Die meiste Zeit in den Cypress Hills in Saskatchewan verbringen Besucher des Klettersteigs über dem Waldboden, zwischen herrlichen Lodgepole-Kiefern und mit den Guides von Treeosix Adventure Parks. Auf wackeligen Hängebrücken und Stegen geht es von Seilrutsche zu Seilrutsche zu Seilrutsche, mit fiesen kleinen Übergängen, an die sich Kletterer später besonders gern erinnern. 

5. Tour der Superlative
Unendliche Superlative finden Abenteuerlustige in Neufundland, auch in Sachen Seilrutsche: Marble Zip Tours bei Corner Brook bietet eine Seilrutschentour, die unweit der Kante der Steady Brook Falls startet. Insgesamt neun bis zu 700 Meter lange Ziplines kreuzen die Fälle im Zickzack-Kurs, die Sicht ins Humber Valley, den Tiefflug über Baumwipfel und Blicke, die urplötzlich ins Nichts stürzen, gibt’s inklusive.
 
6. Den Mount Norquay mit (Nerven aus) Drahtseilen bezwingen
Leitern, Hängebrücken Karabinerhaken: Im Sommer können Schwindelfreie den Hausberg von Banff, Alberta, auf Klettersteigen erklimmen. Es gibt verschiedene Touren: Die zweieinhalbstündige Explorer Route, die vierstündige Ridgewalker Route, die fünfstündige Skyline Route sowie die ganztägige Summiteer Route. Klettererfahrung ist nicht nötig, Kondition aber hilfreich. Belohnt wird die Anstrengung mit einem der spektakulärsten Ausblicke auf Banff und die Rocky Mountains.
 
7. Pures Glück auf 465 Metern Länge
Ist genau wie auf eine Leiter steigen, sagen die Guides. Nur die Aussicht sei besser! Die Ascension Route auf den Terminator Peak beim Kicking Horse Pass, British Columbia, zählt zu den schönsten Klettersteigen Nordamerikas. Zudem wird der technisch etwas anspruchsvollere Aufstieg stilgemäß von Hanging Glory eingeleitet, einer gut 70 Meter langen einspurigen Hängebrücke über eine zerklüftete Schlucht. Auf alle, denen die fast 500 Meter lange „Leiter“ etwas zu lang ist, warten auch leichtere Klettersteige.
 
8. Für Gipfelstürmer
Abgehoben wird nicht, die Seele allerdings ist angesichts der atemberaubenden Aussicht auf den Howe Sound nicht zu halten. Die Squamish Via Ferrata zwischen Vancouver und Whistler ist ein Klettersteig für Outdoor-Fans fast jeden Alters. Von der Summit Lodge am Ende der Sea-to-Sky-Gondola geht es zum Flight Deck hinab, von dort steigen Kletterer an Granitwänden entlang und erleben dabei ein Stück British Columbia schöner als in jeder Broschüre beschrieben. Auf einem Laufsteg entlang einer Klippe können Gipfelstürmer rasten und - doppelt gesichert - Beine und Seele baumeln lassen.

 

9. Wackelpartie in der Wildnis
Auf Drahtseilen Abgründe überwinden, auf in die Wand getriebenen Trittbrettern behutsam einen Fuß vor den anderen setzen, auf einer schwingenden, 85 Meter langen Hängebrücke 130 Meter in die Tiefe blicken: Willkommen in Québec´s Parc National du Fjord-du-Saguenay! Das Wildnisgebiet an der Steilküste des Saguenay-Fjords ist der schönste Tummelplatz für Klettersteig-Kraxler im Osten Kanadas. Die Routen bieten die spektakulärsten Aussichten auf den zwei- bis dreihundert Meter tiefer liegenden Fjord.


10. Über Stromschnellen an den Niagarafällen Läuft wie am Schnürchen: Klettern und zippen, schwingen und springen heißt es auf dem Whirlpool Adventure Course in Niagara Falls. Auf drei verschiedenen Parcours hoch über den berühmten Whirlpool Stromschnellen im Niagara Fluss müssen erst einige Hindernissen überwunden werden, bevor wieder sicherer Boden unter den Füßen zu spüren ist.

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